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Fall Break in L.A.

Mitte Oktober hatten wir Fall Break, sodass sich diese Zeit perfekt angeboten hat, um ein paar Tage zu vereisen. Ich bin mit einer Gruppe von Deutschen und Rebecca aus Dänemark, die auch schon an meinem Geburtstag dabei war, nach LA geflogen. Der Flug von Indianapolis nach LA dauerte tatsächlich 5 Stunden und mit 3 Stunden Zeitverschiebung fühlte es sich irgendwie nach einer größeren Reise an. Wir waren von Freitag bis Montag in LA und haben in dieser kurzen Zeit einiges erlebt. Obwohl ich ja schon ein paar Mal in LA war, haben wir auch dieses Mal die Größe der Stadt und die Distanzen innerhalb von LA unterschätzt. Dennoch hatten wir eine wunderbare Fall Break in L.A. und haben das Maximum aus den paar Tagen herausgeholt.

Venice Beach

Unsere Unterkunft lag direkt an Venice Beach, sodass wir direkt nach unserer Ankunft erstmal den Sonnenuntergang am Strand genießen konnten. Es hatte auf jeden Fall schon seine Vorteile, so direkt neben dem Strand zu sein und die Gegend von Venice Beach hat ja auch einiges zu bieten. Auch einige Restaurant-Empfehlungen, die ich im Vorfeld erhalten habe, waren alle in dieser Gegend. Allerdings fand ich die Menschen, die sich an Venice Beach aufhalten, teilweise schon sehr merkwürdig. Da wir aber eigentlich fast immer als größere Gruppe unterwegs waren, war das jetzt kein Problem, nur manchmal hat man einfach Gestalten gesehen, die nicht den sympathischsten Eindruck erweckt haben.

Am ersten Abend sind wir gleich mal in eine Preisfalle getappt, denn wir hatten alle Hunger und haben nach einem guten Restaurant gesucht. Wir haben dann per Google Suche einen Italiener gefunden, der sehr gute Bewertungen hatte und der von den Bildern her auch sehr gut aussah. Laut Goolge hatte das Restaurant $$ Zeichen, was ja eigentlich heißt, dass das Restaurant normale Preise haben sollte. Normale Preise in LA sind aber deutlich höher als im Rest der Welt, sodass wir uns in einem Restaurant wiedergefunden haben, wo manche Pizzen über 20$ gekostet haben.

Hollywood, Sunset Boulevard, Rodeo Drive & Griffin Observatory

Da manche aus der Gruppe noch nie in LA waren, standen natürlich typische LA Sehenswürdigkeiten wie der Walk of Fame auf dem Programm. Es war nicht so einfach von Venice nach Hollywood zu kommen, aber nach einer 1,5 stündigen Busfahrt haben wir es dann doch geschafft in Hollywood anzukommen. Mich persönlich hat Hollywood noch nie wirklich beeindruckt, aber ich kann verstehen, dass man es trotzdem sehen will, wenn man das erste Mal in LA ist. Insgesamt fand ich, dass es dort deutlich leerer war als die Male zuvor. Es kann natürlich sein, dass dies noch durch die Pandemie bedingt ist, da ja immer noch fast keine Touristen in die USA einreisen konnten.

Danach sind wir nach Beverly Hills gelaufen. Wir sind von Hollywood über den Sunset Boulevard bis hin zum Rodeo Drive alles gelaufen, was zwar sehr lang war, aber irgendwie auch Spaß gemacht hat. So hat man nochmal einen besseren Eindruck von der Stadt bekommen, als wenn man die ganze Zeit im Bus sitzen würde und ich persönlich bevorzuge es ja, schöne Spaziergänge zu machen. Lustigerweise habe ich auf dem Sunset Boulevard ganz durch Zufall das Büro aus der Netflix Serie Selling Sunset gesehen. Ich habe die Serie vor paar Monaten mit Dana angeschaut und ich musste so lachen, als ich das Büro der Oppenheim Group entdeckt habe. Ich habe mich einfach bisschen umgeschaut, als wir an der roten Ampel standen und plötzlich habe ich „The Oppenheim Group“ gesehen und fand es einfach super lustig, dass ich es durch Zufall entdeckt habe. Da Dana und ich auch im Sommer einige Staffeln „Real Houswives of Beverly Hills“ gesehen haben, hatte es schon auch was durch Beverly Hills zu laufen und die ganzen Villen zu sehen. Auch der Rodeo Drive war ziemlich beeindruckend. Natürlich sieht man dort vor allem teure Geschäfte und Autos. Auch den Menschen, die dort unterwegs sind, sieht man an, dass es ihnen auf jeden Fall nicht an Geld fehlt, aber ich finde die Exklusivität des Rodeo Drives hatte auch definitiv etwas Besonderes. Am Abend sind wir dann für den Sonnenuntergang zum Griffin Observatory gefahren. Wir sind hochgelaufen und leider hatte ich weder das richtige Outfit, noch die richtigen Schuhe für diese „Wanderung“ an und war dementsprechend fertig, als wir oben angekommen sind. Der Ausblick auf die Stadt und der Sonnenuntergang waren es aber auf jeden Fall wert und ich kann jedem, der mal nach LA reist, definitiv empfehlen das Griffin Observatory, vor allem bei Sonnenaufgang oder -untergang, zu besuchen. Leider hat es dann nur eine Ewigkeit gedauert, bis wir endlich ein Uber gefunden haben, das uns zurück nach Venice Beach fährt. Mit den Öffentlichen wären wir wieder mindestens 2h Stunden unterwegs gewesen, weshalb Uber, bzw. Lyft unsere einzigen Optionen waren. Nach 30 Minuten kam das Uber aber dann endlich an und so waren wir dann doch relativ schnell wieder zurück in Venice Beach.

Santa Monica & Treffen mit meiner LA Family

Am Sonntag haben wir einen halben Tag in Santa Monica verbracht. Von Venice konnten wir nach Santa Monica laufen, was ca. 50 Minuten gedauert hat. Santa Monica hat mir schon bei meinen letzten LA Besuchen besonders gut gefallen und auch dieses Mal war es eines meiner Highlights. Der Pier war auch sehr voll, sodass mein anfänglicher Eindruck, dass LA leerer war als in den Vorjahren,  relativiert wurde. Ich persönlich finde Santa Monica auch eine deutlich ansprechendere Gegend als Venice. Am Abend habe ich mich dann mit unserer Familie in LA getroffen und wir waren in Venice essen. Das Treffen war wirklich wunderschön. Es hat gut getan, alle wiederzusehen und sich gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen. Auch das Restaurant, in dem wir waren, Gran Blanco, ist sehr empfehlenswert. Sie haben mir sogar, nachträglich ein Geburtstagsgeschenk mitgebracht. Ich habe von ihnen ein israelisches Kochbuch der kanadischen Food Bloggerin Eden Grinshpan bekommen und ich bin schon sehr gespannt, einige der Rezepte auszuprobieren. Der Abend war echt wunderschön und ich bin total glücklich, dass ich die Gelegenheit hatte, sie zu treffen.

Abbot Kinney Boulevard & Venice Canals

An unserem letzten Tag waren wir dann nochmal Brunchen und waren in erster Linie in der Venice Gegend, auf dem Abbot Kinney Boulevard unterwegs. Auf dem Abbot Kinney Boulevard gibt es viele Restaurants und Cafés, die alle den typischen LA Vibe ausstrahlen. Außerdem gibt es dort auch viele verschiedene Läden und Boutiquen. Von dort sind wir dann zu den Venice Canals gelaufen, eine Siedlung, mit künstlich angelegten Kanälen, die Venedig darstellen sollen. Die Venice Canals sind auf jeden Fall sehenswert, da man dort auch viele Häuser mit verschiedener Architektur sieht und es hat schon was Besonderes, durch eine Siedlung zu laufen, durch die Kanäle fließen. Meiner Meinung nach erinnert es aber nicht an das echte Venedig. Den restlichen Nachmittag hat sich die Gruppe dann aufgeteilt, da irgendwie jeder was anderes machen wollte. Für mich war das völlig in Ordnung und ich finde das braucht es einfach auch, gerade wenn man als größere Gruppe verreist. Außerdem kannten wir uns ja alle auch nicht sonderlich gut, von daher fande ich es absolut in Ordnung, dass jeder dann einfach das machen konnte, worauf man Lust hatte. Ich bin nochmal nach Santa Monica gelaufen, da das für mich zeitlich am meisten Sinn gemacht hat und ich nicht nochmal mit dem Bus irgendwo hinfahren wollte, nur um mich dann kurz darauf wieder auf den Rückweg zu machen. Unser Rückflug nach Chicago ging um 23:00 am selben Tag und wir haben uns dann abends wieder getroffen, um dann zusammen zum Flughafen aufzubrechen. Wir sind dann um 6:00 morgens in Chicago gelandet und hatten noch einige Stunden in der Stadt, bis zum Bus, der uns zurück zum Campus gebracht hat.

Restaurant Tipps

Ich habe natürlich auch in LA in einigen guten Restaurants gegessen. Die Tipps habe ich in erster Linie von meiner Familie in LA bekommen. Ich kann auf jeden Fall das Great White empfehlen, das befindet sich direkt an Venice Beach und war ein Steinwurf von unserer Unterkunft entfernt. Ich war dort zwei Mal brunchen und kann sowohl die Smoothie Bowl, als auch den Avocado Toast sehr empfehlen! Ein weiterer guter Brunch Spot ist das Butcher’s Daughter! Alleine schon vom Ambiente hat mir das Café sehr gut gefallen und auf der Karte gibt es sehr einige vegane Optionen. Auch dort kann ich die Acai Bowl von Herzen weiter empfehlen! Das Gran Blanco hatte ich ja vorher schon erwähnt, ist aber auch ein guter Tipp! Wir haben dort viele verschiedene Gerichte geteilt und alles, was ich probiert habe, war sehr gut. Das Restaurant war auch sehr gut besucht und scheint bei Locals sehr beliebt zu sein, was ja immer ein gutes Zeichen ist. Am letzten Abend war ich im True Food Kitchen in Santa Monica, was ich ja schon aus Chicago kenne. Auch dort findet man auf der Karte viele gesunde Optionen und die Filiale in LA ist sehr empfehlenswert.

Insgesamt hatte ich in L.A. ein wunderschönes Wochenende und ich bin froh, dass ich die Fall Break genutzt habe, um zu vereisen. Auch das Wetter hat mitgespielt und es war weder zu warm, noch zu kalt. Im Vergleich zu meinen vorherigen LA Aufenthalten, hat mir LA dieses Mal auch am besten gefallen, vielleicht weil ich einfach wusste, was mich erwartet, sodass ich mich schon ein bisschen darauf einstellen konnte und nicht mit völlig falschen Erwartungen hingereist bin.

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